Troubleshooting

In der täglichen Praxis können gewisse Hindernisse auftauchen, die sich grundsätzlich rasch wieder abstellen lassen sollten. Entsprechende Lösungsvorschläge haben wir in folgende drei Bereiche unterteilt:

 

Tönebox und Komponenten

Tönebox
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Tasten zeigen alle Funktionen richtig an, aber selbst am Kopfhörerausgang ist nichts zu hören. Lautstärke-Drehknopf ist zugedreht. Lautstärke-Drehknopf nach und nach ausreichend weit aufdrehen.
Netzgerät liefert keine ausreichende Ausgangsspannung (eingebautes 12V-Relais kann das Ausgangs-Signal aufgrund von Unterspannung nicht freigeben). Netzgerät mit ausreichender Ausgangsspannung (12 VDC) verwenden.
Nach Zuschalten des Netzgerätes bleibt die Tönebox dunkel. Netzgerät oder Anschluss nicht OK Bitte unter „Mitgeliefertes Netzgerät“ bzw. „Eigenes Netzgerät“nachschauen.
Falls Netzgerät und Anschluss in Ordnung sind: Tönebox hat möglicherweise einen Defekt. Reparaturauftrag erteilen (Bitte vorher möglichen Preis anfragen), eventuell Ersatzgerät für die Zeit der Reparatur ordern.
Es klappert beim Schütteln. Fremdkörper ist durch eine der Öffnungen (z.B. für Kensington-Schloss) eingetreten. Tönebox von Netzgerät trennen und durch Schütteln versuchen, den Fremdkörper durch die Öffnung für das Kensington-Schloss wieder zu entfernen.
Eine Komponente im Inneren der Tönebox hat sich gelöst oder ist zerbrochen, zum Beispiel durch hartes Aufschlagen der Tönebox. Wartungs- oder Reparaturauftrag erteilen (Bitte vorher möglichen Preis anfragen), eventuell Ersatzgerät für die Zeit der Reparatur ordern.
Tönebox kippelt auf ebener Unterlage. Ein Gummifuß ist verloren gegangen. Gummifuß bestellen oder nach Spezifikation selbst besorgen.
Beschriftung der Tasten ist ungeeignet. Tönebox mit entsprechender Druckdatei zum Wechsel der Tastatur einsenden (Bitte vorher Preis anfragen).
Gehäuse ist übermäßig beschädigt. Tönebox zum Wechsel des Gehäuses einschicken (Bitte vorher Preis anfragen).
SD-Karte
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Das Überspielen dauert zu lang. Es wird eine SD-Karte mit entsprechend niedriger Übertragungsrate verwendet (z.B. SDHC Klasse 2 mit 2 MByte/sec) SD-Karte mit höherer Übertragungsrate verwenden (z.B. SDHC Klasse 10 mit 10 MByte/sec).
Beim Bespielen kommt eine Fehlermeldung, dass der Datenträger voll sei. Die Menge an vorgesehenen MP3-Dateien übersteigt die Kapazität der SD-Karte. Größe der vorgesehenen MP3-Dateien ermitteln (wird in „Eigenschaften“ des beinhaltenden Verzeichnisses aufgeführt) und SD-Karte mit ausreichender Kapazität verwenden.
SD-Karte lässt sich nicht bespielen Der kleine Schieber an der Seite der SD-Karte befindet sich in der unteren Position (weg von den Kartenkontakten) und legt damit den Status „schreibgeschützt“ fest. Kleinen Schieber in Richtung Kartenkontakte bis auf Anschlag bewegen, wodurch sich die Karte wieder beschreiben lässt.
SD-Karte wird vom Computer nicht erkannt Treiber für internen/externen Kartenleser sind veraltet. Windows: Gerätemanager (über Systemsteuerung > System…) aufrufen und Einträge wie „Multiple Flash Reader“ (extern) oder „Generic Compact Flash Reader“ (intern) für „Laufwerke“ markieren und dann die Aktion „Treibersoftware aktualisieren…“ auslösen.
In ganz seltenen Fällen kann es sich bei der SD-Karte um ein ungeeignetes Fabrikat handeln. Empfohlenes Fabrikat verwenden.
Für Probleme mit den überspielten MP3-Dateien sowie der Konfigurationsdatei siehe den nächsten Tab „Selbst bespielte SD-Karte“.
Mitgeliefertes Netzgerät
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Tönebox bleibt dunkel. Bei Netzgeräten mit einstellbarer Spannung: Spannung liegt unter 12 VDC. Spannung auf 12 VDC einstellen.
Bei Netzgeräten mit aufgestecktem DC-Stecker: Stecker hat sich vom Kabel gelöst. Spannung auf 12 VDC einstellen.
Bei Netzgeräten mit aufgestecktem DC-Stecker: DC-Stecker sitzt verkehrt auf Buchse an Kabel (falsche Polung). DC-Stecker nach Spezifikation mit Kabel verbinden.
Eigenes Netzgerät
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Tasten zeigen alle Funktionen richtig an, aber es ist selbst am Kopfhörerausgang nichts zu hören. Während alle sonstigen Komponenten einwandfrei arbeiten, kann das eingebaute 12V-Relais das Ausgangs-Signal aufgrund von Unterspannung nicht freigeben. Ausreichend dimensioniertes Netzteil mit stabilisierter Aussgangsspannung 12 VDC verwenden.
Tönebox bleibt dunkel. DC-Stecker des Netzgerätes weist falsche Polung auf. DC-Stecker nach Spezifikation mit Kabel verbinden.
Unterspannung oder zu geringe Ausgangsleistung. Ausreichend dimenioniertes Netzteil mit stabilisierter Aussgangsspannung 12 VDC verwenden.
Tönebox geht zeitweise aus. Innendurchmesser des DC-Steckers des Netzgerätes ist zu groß, weshalb es zu einem Wackelkontakt kommen kann. DC-Stecker mit Innendurchmesser 2,1mm verwenden.
Ausgabegeräte wie Kopfhörer oder Aktiv-Boxen
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Klangqualität an den Boxen ist nicht optimal. Es wird das Ausgangssignal für den Kopfhörer benutzt. Boxen bzw. Verstärker etc. an Line-Out anschließen.
Lautstärke an den Boxen ist selbst bei völlig aufgedrehtem Lautstärke-Drehknopf zu gering. Ausgangs-Pegel des Verstärkers oder des Mischpults ist zu gering. Lautstärke an Verstärker oder Mischpult weiter aufdrehen.
Verbindungs-Kabel
Problem ab Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Knacken oder Rauschen bei Bewegung des Verbindungskabels zwischen Tönebox und Verstärker bzw. Mischpult. Kabelbruch. Neues, höherwertiges Verbindungskabel verwenden.
Verbindung zum Line-Out ist zu locker/zu fest. In Ermangelung einer weltweit verbindlichen Norm kann es vorkommen, dass Fabrikate für Stecker und Buchse nicht funktionsgerecht zueinander passen. Verbindungskabel vor Kauf an Tönebox ausprobieren oder bei BuB Audio bestellen.
Man hört ein störendes Brummen. „Brummschleife“ Verbindung zwischen Tönebox und Lautsprecher von Netzleitungen entfernt verlegen.
Hochwertiges Verbindungskabel verwenden.
Netzgeräte für Tönebox und Verstärker an dieselbe Steckerleiste legen, eventuell eines von ihnen einmal anders herum einstecken.

 

Selbst bespielte SD-Karte

Stop-Taste blinkt nach Einschieben der SD-Karte weiter blau
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Die verwendete SD-Karte wurde nicht FAT32 formatiert. FAT32 formatierte SD-Karte verwenden.
Vorgesehene Verzeichnisse wurden nicht direkt, sondern im übergeordneten Verzeichnis verpackt hinüber kopiert. In das fragliche Verzeichnis auf der SD-Karte wechseln, seinen Inhalt markieren und auf die nächsthöhere Ebene verschieben. Das verbiebene leere Verzeichnis kann gelöscht werden.
In ganz seltenen Fällen kann es sich bei der SD-Karte um ein ungeeignetes Fabrikat handeln. Empfohlenes Fabrikat verwenden.
Es fehlen Playlists bzw. eine Playlist ist abgeschnitten
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Kapazität der SD-Karte ist zu klein und die entsprechende Fehlermeldung beim Überspielen wurde übersehen. Platzbedarf ermitteln und SD-Karte mit ausreichender Kapazität verwenden.
Einzeltitel wird nicht erkannt
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Titel hat an dritter und vierter Stelle im Namen eine Ziffernfolge zwischen „01“ und „99“. Dadurch wird er als CD-Titel interpretiert wird, der nur zusammen mit einem Titel starten würde, der derselben Taste zugeordnet ist und an dritter und vierter Stelle entweder die „00“ im Namen hat oder keinerlei Zahlen. Damit der Titel erkannt wird, muss wenigstens eine der beiden Zahlen an dritter und vierter Stelle z.B. durch einen Buchstaben ersetzt werden.
„CD-Playlist“ wird nicht erkannt
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Es fehlt der Start-Titel, …

  • der entweder mit „00“ an dritter und vierter Stelle des Datei-Namens beginnen muss
  • oder an dritter und vierter Stelle (wie ein einzelner „normaler“ Titel) des Datei-Namens keine Ziffernfolge zwischen „00“ und „99“ aufweisen darf.
Beim ersten „CD-Titel“ die dritte und vierte Stelle im Namen entweder auf „00“ setzen oder diese beiden Stellen frei von Zahlen halten.

ANMERKUNG: Die folgenden CD-Titel müssen nicht durchgehend nummeriert sein.
Tönebox lässt sich nicht konfigurieren
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Es wurde ein Editor für das Bearbeiten der Konfigurationsdatei benutzt, der den Text zusammen mit Formatierungsmerkmalen abspeichert. Editor benutzen, der keine Formatierungsmerkmale hinzufügt, z.B. den „Editor“ unter Windows oder „TextEdit“ unter MacOS.
Für Mac-Benutzer: Die Konfigurationsdatei wurde mit TextEdit angelegt. Stattdessen z.B. den Writer von OpenOffice benutzen und Datei als Text (txt) abspeichern.
Eine bestehende Konfigurationsdatei herunterladen und dann mit TextEdit bearbeiten.
Es fehlt der Abschlussbefehl EN! „EN!“ als letzte Zeile der Konfigurationsdatei einfügen.
Restore-Befehl DF! folgt auf die eigentlichen Wertezuweisungen. Restore-Befehl DF! in die erste Zeile der Konfigurationsdatei legen.
Wertezuweisungen erfolgen nicht im Rahmen des zulässigen Wertebereichs. Wertzuweisungen nur im Rahmen des zulässigen Wertebereichs (Tab „Überblick“) vornehmen.
Es liegen Schreibfehler vor, z.B. „:“ statt „!“. Wertzuweisungen nach dem vorgegebenen Schema (Tab „Bearbeitung einer Konfigurationsdatei“) „Variable!Wert“ vornehmen.
Playlist-Anzeige erscheint „eingefroren“

Dabei handelte es sich nur dann um einen Fehler, wenn sich die Tönebox generell nicht mehr bedienen lassen sollte. Anderenfalls liegt eine bestimmte Konfiguration vor, auf deren mögliche Varianten hier kurz eingegangen wird.

Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Tönebox wurde mit AT!00 konfiguriert und zeigt deshalb einmalig nach Einschalten des Gerätes alle vorhandenen Playlists an. Falls gewünscht kann mit AT eine Start-Playlist festgelegt werden (AT!01 bis AT!24), so dass die Tönebox nach dem Start nicht die Playlists anzeigt, sondern die Titel der Start-Playlist.
Die Tönebox ist mit T2!9999 konfiguriert. Bei genau diesem Wert wartet die Tönebox „ewig“ mit dem Rückfall zur ursprünglichen Playlist. Zeitfenster T2 nicht auf maximalen Wert setzen.
MP3-Datei startet mit erheblicher Verzögerung
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Es besteht erhöhter Zeitbedarf für die Verarbeitung bestimmter Tags, die von der MP3-Datei mitgeführt werden, z.B. ein besonders großes Cover. Tags (vor allem große Bilder) mit Hilfe eines Tag-Editors (z.B. den kostenlos erhältlichen Mp3tag) löschen.
Tönebox verhält sich anders als gewohnt
Mögliche Ursachen ab Geeignete Maßnahmen
Konfigurationsdatei, die bisher das Verhalten der Tönebox bestimmt hat, wurde nicht mit überspielt. Bisher verwendete Konfigurationsdatei übernehmen. Alternativ kann die enstprechende Konfiguration einmalig gesichert werden (Befehl SV!).
Es wurde eine neue Firmware aufgespielt, ohne die bisherige gespeicherte Konfiguration einmalig mit der Werkskonfiguration zu überschreiben. Nach Konfigurations-Strategie vorgehen (Tab „“DF! und SV! verwenden).

 

Hardware-Probleme

Für Hardware-Probleme mit der SD-Karte siehe den vorangegangenen Abschnitt Tönebox und Komponenten.

 

Einsatz vor Ort

Umgang mit Fehlbedienungen

Vergegenwärtigen Sie sich Maßnahmen zur Behebung von Fehlbedienungen und zur Entschärfung anderer kritischer Situationen am besten einmal vor einer Aufführung.

Pro Auftritt eine SD-Karte

Erzeugen Sie für unterschiedliche Auftritte jeweils eine eigene SD-Speicherkarte. Das ist der sicherste Weg, ein versehentliches Abspielen „unpassender“ Titel konsequent zu unterbinden.

Nur benötigte MP3-Dateien einstellen

Rechnen Sie damit, dass Taster, die mit unbenötigten MP3-Dateien belegt sind, irgendwann einmal versehentlich benutzt werden. Sorgen Sie deshalb dafür, dass nur die aktuell benötigten Verzeichnisse auf der Speicherkarte sind und in diesen wiederum jeweils nur die aktuell benötigten MP3-Dateien.

Verzeichnisse und Dateien richtig „außer Dienst stellen“

Verzeichnisse werden nach den ersten beiden Ziffern im Namen sortiert. Fallen diese identisch aus, dann wählt die Tönebox eines von ihnen u.U. nach anderen Kriterien aus als ein Dateimanager. Will man ein Verzeichnis also risikolos „außer Dienst stellen“, dann sollte man besser mit Präfixen jenseits von „24“ arbeiten.

Titel werden nach den ersten vier Ziffern im Namen sortiert. Um sicher zu sein und um insbesondere nicht mit der CD-Funktion in Konflikt zu geraten, ist es auch hier besser, mit Präfixen jenseits von „24“ arbeiten, möchte man die Dateien sicher vor ungewolltem Zugriff durch die Tönebox schützen.

Zeiten optimieren

Das Zeitfenster T1 bis zur Anzeige aller Playlists bzw. bis zum direkten Wechsel der Playlist bestimmt wesentlich die Dauer für Korrekturen bei Fehlbedienungen. Wenn man mit der Bedienung der Tönebox vertraut ist, kann man die werkseitig eingestellte Zeit (0,8 sec) versuchsweise reduzieren.

Auftritts-Checkliste
Wichtige Fragen Stichworte
Sind alle benötigten Dateien auf die SD-Speicherkarte aufgespielt?
  • Testlauf anhand der dafür ausgefüllten Playlist-Vorlagen
Ist die aktuelle SD-Speicherkarte ins Gerät eingesteckt bzw. in der Transportbox deponiert?
  • Bespielte Ersatzkarte
  • Datenträger (z.B. USB-Stick) mit allen benötigten Dateien
  • Kartenlesegerät
Wissen Sie, was Sie wann drücken müssen?
  • Ausgefüllte Playlist-Vorlagen einpacken
Ist für sicheren Transport gesorgt?
  • Mitgelieferte Transportbox verwenden
Ist das Netzteil im Gepäck?
  • Steckdosenleiste
  • Verlängerungsschnur
Können Sie die Tönebox vor Ort unabhängig testen?
  • Kopfhörer
  • Kleine Aktivbox
An was wird die Tönebox angeschlossen?
  • Mischpult mit 2 Mono-Klinkenbuchsen 6,3mm: z.B. mit JC-0325.
  • Verstärker mit 2 Cinchbuchsen: z.B. mit JC-0430.
  • Aktivbox mit 3,5mm Klinkenstecker: z.B. mit JC-0105
  • Kompaktanlage mit 3,5mm Klinkenbuchse: z.B. mit JC-0230.
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